Pressemitteilung: OPEN SENNE

Schlangen 4.0 setzt sich unter dem Motto „OPEN SENNE“ für geregelte und verbindliche Öffnungszeiten des Truppenübungsplatzes Senne ein.

Durch die ständige und zum Teil willkürliche Sperrung der Senne wächst innerhalb der Bevölkerung der Unmut über das Verhalten der verantwortlichen Streitkräfte und Institutionen wie Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und Bundesforst.

Das Maß ist voll! Schlangen 4.0 wird sich mit Verbündeten in der Region vehement mit verschiedenen Maßnahmen für eine zeitnahe und beständige Regelung zur Öffnung der Senne einsetzen. Der Druck aus der Bevölkerung auf Politik, Bürgermeister, Landräte und Militär wird wachsen, um das Ziel, endlich wieder eine verlässliche Öffnung der Senne zu erzielen, zu erreichen. Die angekündigte Verschärfung der Sperrzeiten ab 2020 (bis hin zu einer totalen Schliessung der Senne) ist für die Bevölkerung und die Anrainerkommunen völlig inakzeptabel. Es ist zu befürchten das eine ständige Nutzung der Senne durch NATO-Partner massive Beeinträchtigungen mit sich führen wird. Eine ganze Region ist der Verlierer. Es ist Zeit für Veränderung zum Wohle der Menschen, der Lebensqualität und der regionalen wirtschaftlichen Entwicklungsperspektiven in Ostwestfalen-Lippe.

Seit mehr als 100 Jahren leben die Menschen mit und am Truppenübungsplatz Senne. Die Senne ist Heimat und fester Bestandteil der lokalen Identität. Viele Menschen nutzen die Durchgangsstraßen in der Senne, um sich nach einem anstrengenden Arbeitstag oder am Wochenende in unberührter Natur – beispielsweise auf dem Rad, beim Joggen oder auf Inlinern – zu erholen und vom Alltag abzuspannen. Berufspendler nutzen die Durchgangsstraßen um kurze und schnelle Wege zu und von ihrem Arbeitsplatz zu haben. Ähnlich geht es vielen Unternehmen, die durch kurze Fahrwege außerhalb der Sperrzeiten von Kosteneinsparungen profitieren. Hier entstehen der heimischen Wirtschaft unnötige finanzielle Belastungen.

In der Senneregion gab es viele Jahre lang ein für die Bevölkerung akzeptables Gleichgewicht zwischen Sperr- und Öffnungszeiten des Truppenübungsplatzes. Doch in den letzten Monaten bzw. Jahren ist dieses Gleichgewicht aus dem Ruder geraten. Lange nach Ende des Kalten Kriegs stehen die Bürgerinnen und Bürger durchweg vor verschlossenen Schranken. Die Möglichkeit, Heimat und Natur zu erleben sowie von kurzen Wegen zu profitieren besteht nicht mehr.

Die lukrative Vermietung des Übungsplatzes an NATO Partner geschieht auf Kosten der Bevölkerung. Wer profitiert eigentlich von der Vermietung des Übungsplatzes? Die Folgen durch eine Intensivierung des Übungsbetriebes auf die Natur und die Gesundheit sind noch nicht absehbar. Für die Bevölkerung, insbesondere in den Anrainerkommunen, bedeutet dies neben den erwähnten Einschränkungen einen deutlichen Verlust an Lebensqualität und Entwicklungsperspektiven.

In den Städten und Gemeinden wächst der Unmut gegenüber der aktuellen Politik, denn man erkennt zunehmend, dass die negativen Konsequenzen überwiegen und nachhaltig Schaden anrichten werden. Intensiver militärischer Übungsbetrieb ist in strukturschwächeren Gebieten der Bundesrepublik deutlich besser aufgehoben.

Brexit means Exit.

Kommentar verfassen