#OPENSENNE: Aktueller Kurs der Briten wirft Fragen auf

Die Durchgangsstraßen in der Senne sind ausgerechnet zur Ferienzeit vollständig gesperrt, mit Ausnahme der Sennerandstraße.

Die Initiative Schlangen 4.0 schlägt Alarm: Die Britischen Streitkräfte wollen den Truppenübungsplatz Senne den gesamten Juli, einschließlich der Wochenenden, schließen. Und dies ausgerechnet mit dem Beginn der Sommerferien. „Es ist kaum zu fassen, dass vor dem Hintergrund, dass die meisten Familien nicht in den Urlaub fahren können, die Erholungsmöglichkeiten in unserem direkten Umfeld einfach so gekappt werden“, entrüstet sich Dieter Vollmer, einer der Sprecher von Schlangen 4.0. Denn das weitläufige Gelände könnte beispielsweise von Familien und vielen anderen Erholungssuchenden per Rad und joggend auf den zugänglichen Wegen genutzt werden. „Die Senne böte optimale Voraussetzungen, dass sich die Menschen mit Abstand an der frischen Luft betätigen können“, so Vollmer.

Während also die Bevölkerung im Juli vor geschlossenen Senneschranken steht, gibt es für Pendler immerhin die Möglichkeit, die „Sennerandstraße“ als Alternative zur gesperrten Gauseköte zu nutzen. Denn diese Strecke, die von Schlangen nach Detmold führt, ist zu den Stoßzeiten des Berufsverkehrs von der Sperrung ausgenommen. „Bereits im Januar 2019, unmittelbar nach Sperrung der Gauseköte, war es immer wieder unsere Forderung, diese Straße als Entlastung durchgehend geöffnet zu halten“, so Henning Schwarze, Mitinitiator von Schlangen 4.0. „Wir erwarten, dass die Briten zumindest diese Strecke auf Dauer freigeben“, so Schwarze.

Die Gründe für das Umdenken der Briten im Bezug auf die Sennerandstraße sind ebensowenig bekannt, wie die Gründe der vollständigen Sperrung der übrigen Senne im gesamten Juli. Erfolgt dies aufgrund von Übungsbetrieb, oder weil man die Menschen aus der Senne aussperren will? Schlangen 4.0 erhofft sich Antworten. Allerdings kommuniziert die britische Militärverwaltung grundsätzlich nicht mit der Schlänger Initiative. Kritische Nachfragen und Kommunikation von politischer Seite gehen, sehr zum Bedauern von Schlangen 4.0, seit langem gegen null. Das sich die heimische Politik hier nicht im Interesse der Bevölkerung engagiert, ist für die Initiatoren hinter #OPENSENNE gänzlich unverständlich.

Als immerhin erfreulich bezeichnet es Schlangen 4.0, dass das britische Militär inzwischen dazu übergegangen ist, Änderungen der Sperrzeiten zeitnah auf der Internetseite bfgnet.de zu aktualisieren. Wünschenswert wäre es allerdings, wenn die Informationen auch in deutscher Sprache verfügbar wären.

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