Briten missachten weiter die Vereinbarung und so bleiben auch im Mai die Schranken größtenteils geschlossen

Schlangen 4.0 macht unter dem Motto „OPEN SENNE“ weiter mobil und fordert vom Britischen Militär die Einhaltung der in der sogenannten Sennevereinbarung festgelegten Öffnungszeiten für die Durchgangsstraßen auf dem Truppenübungsplatz Senne. Denn auch im Wonnemonat Mai werden die vereinbarten Öffnungszeiten in keinster Weise eingehalten und die Vereinbarung wird durch die britischen Vertragspartner erneut ad absurdum geführt. Nicht nur für die Bevölkerung sondern auch für die heimische Wirtschaft sind die Öffnungszeiten von großer Wichtigkeit.

Gemäß der Vereinbarung müssten die Durchgangsstraßen im Mai insgesamt 570 Stunden (23,75 Tage) geöffnet sein. Tatsächlich werden die Schranken nach Angaben des Britischen Verbindungsbüro allerdings nur an 210 Stunden (8,75 Tage) nicht geschlossen sein. Insbesondere die durchgehende Sperrung der Senne an zwei Wochenenden im Mai sowie an den Feiertagen 1. Mai und Christi Himmelfahrt ist aus Sicht von Schlangen 4.0 völlig inakzeptabel.

Im Mai stehen Pendler und Erholungssuchende größtenteils vor verschlossenen Schranken

Seitdem bekannt geworden ist, dass die Senne ab 2020 de facto ganzjährig gesperrt sein wird und der Übungsbetrieb massiv zunehmen soll, erhält Schlangen 4.0 großen Zuspruch und Unterstützung für „OPEN SENNE“ aus der gesamten Region. Viele Menschen und Betriebe unterstützen den Wunsch nach verlässlichen Öffnungszeiten und kritisieren das Verhalten der Briten scharf.

Die Bürgerinnen und Bürger in den Anrainerkommunen sowie die Bevölkerung in OWL verlangen von den Briten die Einhaltung der Sennevereinbarung. Darüber hinaus wird von den Verantwortlichen in Verwaltung und Politik erwartet, dass man die Einhaltung von den Briten einfordert. Die willkürliche Auslegung und der wiederholte Bruch der 1989 von allen Vertragspartnern einvernehmlich unterzeichneten Vereinbarung nach Besatzerart sind nicht zu akzeptieren.

Unsere Politiker müssen sich die Frage gefallen lassen, ob sie im Interesse ihrer Bürger handeln und die Einhaltung der Sennevereinbarung mit Nachdruck einfordern oder weiterhin nur wegschauen, wenn die Britischen Streitkräfte auf Kosten der Bevölkerung gültige Verträge nicht einhalten. Daher fordert Schlangen 4.0 von den Verantwortlichen, die Einhaltung der Sennevereinbarung bei den britischen Gästen mit aller Deutlichkeit anzumahnen. Darüber hinaus wird gefordert, dass das neue Nutzungskonzept für den Truppenübungsplatz Senne, das ab 2020 bis zu jährlich 50 Wochen Übungsbetrieb vorsieht, transparent und unter Berücksichtigung der öffentlichen Interessen sowie unter Einhaltung der Sennevereinbarung entwickelt wird. 

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